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Tagebuch Oktober 2004 - 1|2|3|4
10.10. Heute
morgen fahren wir schon früh los, aber die Kids sind schon in der Kirche. Wir
schließen das Haus ab und gehen
mit Pauline, Selfa und Grace hinterher.
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In der Kirche ist um diese Zeit der
englische Teil, der ist zwar auch schön aber in der Kisuaheliandacht ist noch
mehr Power drinn. Wir wundern uns über ein Motorrad, Mais, Säcke mit
Lebensmittel und Kartons mit Hühnern denn alles steht direkt neben dem Altar.
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Später bekommen wir mit das es Spenden für die Kirche sind.Nach einigen tollen
Liedern und Predigten meint der Pastor wir sollen uns nun mal vorstellen, na
toll, bin
ganz begeistert denn Pauline sagt nix und drückt mir das Mikro in die Hand!!
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Nun
stehe ich vor der großen Gemeinde und muß ihnen mit meinem „tollen englisch“
erklären was wir machen. Komisch, alle scheinen mich verstanden zu haben denn
sie klatschen anschließend laut Beifall!!
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Einige sprechen mich auch später an
und meinen ich habe es toll gemacht, na werde es mir mal im Video ansehen ob es
wirklich einigermaßen zu verstehen war. (mir war ganz schön heiß dabei)
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Die Kinder kommen
nach der Kirche angerannt wollen aber noch bleiben denn im Kisuaheli Teil müssen
sie alle noch singen, also gehen wir wieder alleine nach Hause. Beschließen das
wir nächsten Sonntag auch in den kisuaheli Teil gehen, da brauch ich mit
Sicherheit nichts sagen! Hier werden wir tatsächlich noch zu
Kirchgängern.
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Wir setzen uns gemütlich in den Garten als es am Tor hubt.
Helmut geht hin um es zu öffnen da steht doch Harun mit seinen Bus vor
der Tür. Ihm fallen bald die Augen raus das wir da sind, er wusste es nicht und
wollte nur die Kinder mal wieder besuchen.
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Nun fährt er gleich zur Kirche und
holt sie ab so das sie den Weg nicht laufen müssen. Nach dem Essen fragt er uns
ob er mit den Kindern baden gehen kann er kennt eine tolle Stelle ganz am Ende
der Bofa Road.
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Na klar wollen wir alle, haben zwar keine Badesachen mit, aber egal. Die Kids verstehen nur
das Wort Beach und schon ist der Jubel groß und alle rennen um Ruck-Zuck ihre
Badesachen zu holen und in den Bus zu klettern.
Am Ende der Bofa Road fahren wir durch Dünen und
sind an einem traumhaften Strand, schneeweißer Sand und hohe Wellen.
Hier ist
offenes Meer und kein anderer scheint hier zu baden. Nun aber ab in die Fluten,
ich hab ja kein Badezeug mit, binde mir ein Kanga über die Unterwäsche und baue
mir damit ein Badeanzug.
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Da wir hier alleine sind stört es mich nicht das ich etwas, daneben“ aussehe. Wir
fassen uns alle an den Händen an und springen mit den Wellen. Die Stelle ist
zwar wunderschön aber nicht ganz ungefährlich, also heißt es aufpassen wie ein
Schießhund.
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Die Mädels haben aber auch etwas Angst und spielen lieber vorne am
Strand. Dort machen wir dann noch eine Seetangschlacht und einige Ballspiele
bevor wir wieder zurück ins Haus fahren. Gegen 18 Uhr dann ins Hotel
zurück!
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11.10. Heute ist
unser großer Ausflugstag. Als wir kommen sind alle schon chic angezogen und ganz
aufgeregt. Großes Geschrei entsteht als der Schulbus vorfährt. Jetzt aber alle schnell rein und festschnallen.
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Da wir ja gesagt haben wir machen einen Betriebsausflug kommt auch die gesamte
Staff mit, auch Daniel der nun als Gärtner und Hausmeister bei uns arbeitet.
Man ist im Bus was los, die Kinder singen ein Lied nach dem anderen,
klatschen und tanzen auf den Sitzen dazu.
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Fadhilli, Tuma, und Bahati sitzen mit großen glänzenden
Augen da und strahlen übers ganze Gesicht, denn zuerst wollen wir in ihr
Heimatdorf Msumarini fahren.
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Die Straße dort hin ist aber verdammt schlecht und
wir fahren nur bis zum Dorfbrunnen um von dort zu Fuß weiter zu gehen. Natürlich kommen alle ihre Freunde
angelaufen und begrüßen sie. Ich dachte aber wirklich es würde mehr Hallo
entstehen, Tuma, Fadhilli und Bahati strahlen zwar, aber erzählen nicht gerade
viel den anderen.
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Als Oma und Opa kommen wird denen zwar entgegen gelaufen,
einmal gedrückt und das war es dann schon.
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Oh Mensch ist das jetzt ein
Unterschied von unseren Kids zu den anderen, unsere alle sauber und chic und die
Msumarini Kinder verdreckt, in Lumpen und fast alle mit Hautausschlägen
versehen. Die Kinder zeigen uns noch ihre selbstgebauten Marionetten und dann
verabschieden wir uns wieder denn nun wollen wir in den Hallerpark
fahren.
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Mit viel Gesang geht es nun weiter, ich glaub die Kinder waren die
ganze Fahrt nicht 2 Minuten ohne Gesang. Am Eingang vom Hallerpark fassen sich immer 2 an ihre
Hände und ganz geordnet geht es rein.(der Hallerpark ist nicht mehr das was es
mal war) Schade aber die meisten Tiere haben sie in das Gelände geschafft, auch
die Giraffen, also sehen wir Krokodile, Fische, 2 Elenantilopen, 1 Hippo und
einige Schlangen.
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Als wir die Riesenschildkröte treffen sind die Kids total begeistert. Gegen 13 Uhr gehen
wir langsam nun Richtung Ausgang denn die Fütterung der Giraffen ist erst um 15
Uhr, da kommen sie angeblich immer zum Futterplatz.
Die ganze Zeit hat uns
eine Schweizer Lehrerin begleitet, sie ist so begeistert von den Kindern das sie
lieber diese fotografiert hat und nicht die Tiere.
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Zum Abschluß gibt sie uns
Geld damit wir den Kindern eine Soda kaufen können und die Kinder fangen natürlich
sofort wieder an zu singen. Asante sana (vielen Dank)-aber da es so schön
ist folgen natürlich gleich noch andere Lieder. Mit Gesang steigen sie dann in
den Bus und weiter geht es zum Nakumat.
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Dort kaufen wir groß ein denn wir
brauchen noch ein Bügelbrett, großen Thermobehälter, Geschirr, Waschpulver, Lebensmittel und vieles
mehr. Die Kinder suchen sich eine Soda aus und gehen erstmal raus um diese zu
trinken.
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Nachdem wir alles bezahlt und im Bus haben fahren wir weiter zum Shanzu Beach um dort in
dem Eiskaffee Pistazzio etwas zu essen. Kommen natürlich mit Gesang dort an
,Tische werden zusammen gestellt und Hähnchen, Pommes und Fanta für alle bestellt. Am Nachbartisch sitzen
Engländer die mich fragen woher wir kommen und was wir machen.
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Ich erkläre es
ihnen und da gibt mir die Frau 10 € für die Kinder. Ich sage es den Kids und
schon fangen sie wieder an „danke“ zu singen. Die Frau ist total gerührt, da
kommt der Mann und sagt uns er bezahlt nun die Getränke für die Kinder auch
noch----wieder geht’s mit Gesang los, einfach toll, die kleine Luzy macht das
richtig gut, sie animiert immer die anderen zu singen.
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An der Theke
sitzt ein Kenyaner und sagt dann alle Kinder bekommen von ihm ein Eis
ausgegeben, riesiger Jubel und wieder fangen sie an zu singen. Nach dem Essen gehen wir singend und tanzend die
Einkaufsstraße entlang.
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Wir kennen ja dort viele Leute und die machen dann alle
mit, singen und klatschen im Takt. Nun geht’s rein in die Luziana Boutique, der
Besitzer begrüßt uns herzlich. Ich sage den Kids sie sollen nun auch ein Lied
für ihn singen und schon geht’s los. Sie singen so toll der er immer noch ein
Lied mehr hören will.
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| 4 Franzosen die gerade einkaufen sind auch total begeistert und kaufen einen riesen Beutel mit Bonbons für die Kinder,
vom Besitzer bekommt jeder ein Schreibheft und einen Bleistift.
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Nun müssen
wir uns aber auf den Heimweg machen, los geht’s natürlich wieder mit Gesang. Im
Bus schlafen uns aber dann doch 2 Kinder ein, war ein anstrengender Tag für sie.
Zum Schluß fängt nun auch noch unser Busfahrer laut an zu singen, super diese
Stimmung hier. Alle sind heute happy und zufrieden!
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Die Frauen waschen
schnell noch die Socken und Schulsachen für Morgen durch und wollen sie heute
Abend noch bügeln.
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Wir rufen uns unser Taxi denn für heute reicht es mal wieder.
Alle Kinder stehen nun am Taxi und singen immer wieder asante sana Petra, asante
sana Helmut. Nun aber schnell weg ins Hotel.
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12.10.
Heute morgen gleich in die Stadt um einen 2300l Wassertank zu bestellen,
wir müssen unbedingt Regenwasser auffangen können, denn das Wasser aus der
Leitung fällt ewig aus. Kaufen auch gleich 11m Kaninchendraht denn Heute morgen liegt doch unser verrücktes
Huhn tot im Hühnerstall.
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Da es Gestern noch munter war vermuten wir das es eine
Schlange war- son Mist aber auch ---Brauchen auch noch Dübel, Schrauben usw.
Anschließend fahren wir mit Santa und Quieni zur Schule. Bei Santa wissen sie noch immer nicht ob sie
einen Platz haben, also noch mal hin, man wie oft sollen wir denn das Spielchen
noch machen. Für Quieni bezahlen wir für 3 Monate den Kindergarten (24€) damit
sie ab morgen gehen kann.
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Nun schnell mit ihr zum Schneider und eine Uniform
nähen lassen, soll heute Nachmittag fertig sein.
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Die Schuhe von den letzten
beiden Jungens sind auch noch nicht eingetroffen also auch noch mal hin. 3 Boys
haben noch kein eigenes Handtuch also auch welche kaufen, denn unsere sind ja im
Koffer in Brüssel geblieben. Mist Qualität und pro Stück 3,50 €! Nachmittags
kleben wir mit den Kindern gemeinsam alle gemalten Bilder und Poster an die
Wände.
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Heute brauchen sie nicht zur Schule zurück aber sie wollen lernen. Sie
stellen sich alle Stühle in Reihe auf, ein Tisch ist der Lehrertisch und die
Tafel wird an die Wand gestellt. Los geht es, Pauline gibt ihnen Aufgaben und
alle sind total konzentriert und mit Eifer dabei die Aufgaben zu lösen. Nach 1 ½
Std. beende ich den Unterricht denn es ist schon 16 Uhr und wir müssen die
Uniform und unsere bestellten Tische abholen.
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Aber erst noch den Geburtstag von Sunday feiern .Der Tisch
wird schön gedeckt mit Keksen, Saft und einigen Blumen, Sunday muß sich auf die
Bank stellen und alle Kinder singen happy birthday (haben sie vorher gerade mit
Pauline gelernt)
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Nachdem alle gegessen und getrunken haben und Sunday seine
Geburtstagskarten ganz stolz allen vorgelesen hat mache ich Topfschlagen mit
ihnen. Oh nun ist aber was los, sie kannten es vorher nicht sind aber sofort mit Begeisterung dabei. Ich habe
für jedes Kind einen Lutscher unter dem Topf versteckt und Sunday bekommt einen
Bonbonspender. Danach fahren wir in die Stadt. Das Kleid für Quinie ist richtig
süß geworden, die Tische sind natürlich wieder nicht da.
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Treffen uns später dann
mit Papawatoto, Dr. Fondo und Pauline um noch einiges zu bereden. Am Freitag
wollen wir dann ein letztes Treffen machen um noch mal über alle Kinder zu reden
denn sie haben ja alle keine Unterlagen oder Papiere mitgebracht.
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Auch haben wir 3 Kinder aus Kilifi dabei deren Mutter noch lebt, sie
geht oft in die Schule besucht sie und bringt ihnen kleine Geschenke. Das ist
nicht fair den anderen Kindern gegenüber und wir werden sie wieder nach Hause
schicken.
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Papawatoto erklärt uns das hier in Kenya jeder Waise ist der nur ein
Elternteil noch hat, wir legen aber in der Satzung fest dass wir nur noch totale
Waisenkinder aufnehmen werden. Die 3 Kinder können alles behalten was wir ihnen
gekauft haben, auch Tisch und Stuhl in der Schule,so können sie weiter gehen
denn sie waren alle vorher nicht in der Schule(13, 11, 9 Jahre alt)
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Wenn sie
Hunger haben können sie auch jederzeit zum Essen kommen, aber wir brauchen die
Betten für echte Waisenkinder! Bei den 3en sind wir uns auch einig das sie nach
einiger Zeit wieder nach Hause gehen, hat also keinen Sinn sie zu behalten.
Dafür können wir keine Pateneltern suchen!
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